Herren NLA: Sprung in die Playoffs
Wädenswil steht in den Playoffs
Die Wädenswiler Männer haben sich mit einem 6:2-Sieg gegen Veyrier und einem 6:4 über Meyrin für die NLA- Playoffs qualifizert.
«Tischtennis ist eine spezielle Sportart», fasste Norbert Tofalvi das Heimspiel von Samstag zusammen. Der Trainer Wädenswiler hatte sich selbst anstelle des Schweden Oscar Perman für die wichtige Partie gegen das punktegleiche Veyrier nominiert – weil ihm zuletzt gute Leistungen glückten, etwa am St.Galler Swibro Cup, den er gewann. Doch gegen Veyrier lief es nicht gut; Tofalvi unterlag Nicolas Simonet, gegen den er noch nie einen Satz abgegeben hatte, und verlor auch gegen Ionut Oancea.
Gegen Farid Saidi lag Norbert Tofalvi im fünften Durchgang ebenfalls scheinbar aussichtslos 1:5 hinten. Doch der 37-Jährige kehrte das Match noch und sicherte Wädenswil damit den 6:2-Sieg. «Beim Tischtennis kann in ein oder zwei Sekunden alles drehen», meint Tofalvi. Aber er ist selbstkritisch. «Das Mannschaftsresultat ist perfekt. Aber mental war ich heute nicht stark.» Gut, war das bei Lars Posch und Eric Glod anders. Beide gewannen ihre ersten zwei Einzel in drei oder vier Sätzen.
Er habe sich «überraschend frei gefühlt», berichtete Glod nach seinem ersten Einsatz für Wädenswil. «Ich habe gut gespielt und nicht zu viel nachgedacht.» Auch am Sonntag war Glod mit zwei gewonnenen Einzeln wesentlich am 6:4 über Meyrin beteiligt. Die Partie war aber eine Achterbahnfahrt. Nach drei Einzeln führte Wädenswil 3:0, vor dem Doppel stand es wieder 3:3 – unter anderem weil Glod gegen David Zambori im vierten Satz einen Matchball nicht nutzte.
Und im Spiel zu zweit lagen Glod und Posch zunächst 0:2 Sätze zurück, wehrten unzählige Matchbälle ab, und gewannen die Partie noch. «Wir waren zwar 0:2 hinten, aber wir waren auch in diesen Sätzen dran», erklärt Nationalspieler Posch. Der fünfte Satz war dann mit 11:2 eine klare Sache. Das letzte und entscheidende Einzel zu gewinnen, war danach dem am Vortag nicht nominierten Oscar Perman vorbehalten, der mit seinem zweiten Einzel-Erfolg auf 6:4 stellte.
Ein Erfolg für den Kopf
Sein Sieg wäre aber nicht mehr nötig gewesen – denn weil Veyrier zeitgleich in Wil unterlag, wären die Wädenswiler selbst bei einer Niederlage oder einem Unentschieden für die Playoffs der besten sechs Mannschaften qualifiziert gewesen. In den Viertelfinals trifft Wädenswil erneut auf Meyrin. Für den Kopf war das 6:4 darum doch wichtig. Lars Posch aber warnt vor einer Euphorie: «Meyrin trat ohne den besten Spieler an. Im Playoff-Viertelfinal wird Andrew Rushton spielen. Dann ist die Ausgangslage anders.» (skl)
Darf um den Titel spielen: Der Wädenswiler Lars Posch, hier gegen Veyriers Nicolas Simonet, gewinnt gegen Veyrier beide Einzel. Foto: Stefan Kleiser
Gelungener Einstand: Der Luxemburger Eric Glod gewinnt bei seinen ersten zwei Einsätzen für Wädenswil vier seiner fünf Einzel. Foto: Stefan Kleiser
Nationalliga A: Wädenswil – Veyrier 6:2
Eric Glod (A20) s. Ionut Oancea (A20) 11:5, 9:11, 11:8, 11:6. Norbert Tofalvi (A19) u. Nicolas Simonet (A20) 11:13, 4:11, 11:13. Lars Posch (A20) s. Farid Saidi (A19) 11:8, 11:8, 15:13. Tofalvi u. Oancea 7:11, 6:11, 11:3, 3:11. Glod s. Saidi 5:11, 11:9, 11:8, 11:7. Posch s. Simonet 11:9, 13:15, 12:10, 11:5. Glod/Posch s. Oancea/Saidi 11:8, 13:11, 8:11, 11:8. Tofalvi s. Saidi 11:8, 8:11, 8:11, 11:6, 11:9.
Wädenswil – Meyrin 6:4
Oscar Perman (A20) s. David Zombori (A20) 7:11, 11:4, 12:14, 11:3, 11:7. Eric Glod (A20) s. David Meads (A19) 11:3, 10:12, 11:9, 11:1. Lars Posch (A20) s. Michael O'Driscoll (A20) 11:7, 11:7, 11:9. Glod u. Zombori 10:12, 11:9, 11:5, 10:12, 5:11. Perman u. O'Driscoll 5:11, 5:11, 11:8, 9:11. Posch u. Meads 7:11, 11:9, 6:11, 8:11. Glod/Posch s. Zambori/Meads 9:11, 11:13, 20:18, 13:11, 11:2. Glod s. O'Driscoll 11:3, 11:5, 11:5. Posch u. Zombori 7:11, 12:10, 9:11, 6:11. Perman s. Meads 11:1, 8:11, 11:6, 9:11, 11:4.